Lions-Gold Cup Ratzeburg 18.-20.7.2008
SV Hafen Rostock: Lisa Dräger, Anna Grawe, Katharina Rose, Frieda Sanftleben, Christin Neutzling, Ulrike Albrecht, Susann Utes, Maxi Leisner, Nicole Wieneck, Jenny Koß, Sophia Kruppa, Sabrina Röhl, Cindy Kern, Sina Hähnel, Lysanne Brosch, Lucy Singer
Auf dem undankbaren vierten Rang sind bei der Premiere des internationalen Lions-Cup des Ratzeburger SV die B-Jugend-Fußballerinnen des SV Hafen Rostock eingekommen. In dem sieben Teilnehmer starken Feld kam der amtierende Landesmeister hinter dem Norddeutschen Meister KSV Holstein Kiel, den Great Lakes 93 (USA) und der Spielgemeinschaft MSV Neuruppin/RSV Teltow ein. Bei der Siegerehrung staunten die Hansestädterinnen dann jedoch nicht schlecht, als sie als Drittplatzierte aufgerufen wurden. Der Grund: Der Veranstalter hatte die B- und die C-Juniorinnen-Teams in einem Turnier zusammengefasst, bei der Siegerehrung wurden die Mannschaften aber nach ihren jeweiligen Altersklassen getrennt. So wurde die SG Neuruppin/Teltow Turniersieger bei den C-Juniorinnen.
Die Rostockerinnen starteten verheißungsvoll ins Turnier. Am ersten Turniertag gab es zunächst ein 2:0 gegen die Spielgemeinschaft aus Brandenburg, anschließend ein 0:0 gegen den späteren Sieger Kiel. Tags darauf folgten ein 3:1 gegen Ratzeburg, ein 1:0 (das Tor erzielte Keeperin Lisa Dräger nach einer Ecke per Kopf) gegen den TSV Berkenthin und ein 2:0 gegen den FC Angeln 02. Im unbedeutenden letzten Gruppenspiel gegen die US-Amerikanerinnen dann die erste Pleite, eine deftige 0:3-Niederlage. Allerdings stand schon vor dieser letzten Vorrundenpartie fest, egal wie das Spiel ausgehen würde, der SVH und die Great Lakes würden tags darauf im Halbfinale erneut aufeinander treffen. Am Sonntag präsentierten sich die Rostockerinnen von ihrer besten Seite. Waren sie tags zuvor gegen die vor allem physisch starken Mädels von Übersee noch ohne Chance, hielten sie diesmal super dagegen. Am Ende sprang eine unglückliche 0:1-Niederlage heraus, das Tor fiel schon nach zwei Minuten. Cindy Kern und Kapitän Frieda Sanftleben hätten fast noch das 1:1 erzielt. Aus Hafen-Sicht bitter der Verlauf des im Nachhinein eigentlich überflüssigen kleinen Finales. Gegen Neuruppin/Teltow kamen sie nach 20 Minuten trotz klarer Überlegenheit (Susann Utes traf in ihrem letzten Spiel für den SVH nur die Latte) nicht über ein 0:0 hinaus. Das anschließende Elfmeterschießen werden sie dann wohl nicht so schnell vergessen. Lediglich zwei der sechs Strafstöße wurden verwandelt. Da half es dann auch nicht, dass die während der drei Tage bärenstark spielende Keeperin Lisa Dräger drei Elfer hielt und ihren verwandelte.
Fazit: „Das Turnier hat dann doch noch ein schönes Ende für uns genommen, nachdem die Mädels nach dem kleinen Finale so niedergeschmettert waren“, resümierte Hafen-Trainer Tilo Berner.