Helmut-Büst-Gedenkturnier

 

 

 

Hamburg/Rostock. (tib). Nur knapp am Turniergewinn des vom Regionalligisten SV Lurup Hamburg ausgetragenen Helmut-Büst-Gedenkturniers vorbeigeschrammt sind am Sonntagnachmittag die Fußballerinnen des PSV Rostock. Im Finale des mit zehn Mannschaften gut besetzten Kleinfeld-Turniers unterlagen die Warnowstädterinnen dem Verbandsligisten VSG Stapelfeld (Vorort von Hamburg) erst nach Achtmeterschießen 1:3. Nach der regulären Spielzeit stand es noch 0:0. Zur tragischen Figur bei den Schützlingen von Trainer Manfred Draheim avancierte Susanne Möller. Die 16-jährige PSV-Angreiferin verschoss den ersten Achtmeter.

„Ich kann Susi keinen Vorwurf machen. Das Finale war von Taktik geprägt, und am Ende war Stapelfeld halt der glückliche Sieger. Ansonsten bin ich mit dem Abschneiden aber zufrieden“, kommentierte Draheim die letzte Veranstaltung des Regionalliga-Aufsteigers vor der Sommerpause. Und dabei hätte das Turnier fast frühzeitig für die PSV-lerinnen geendet. Nach einem 3:0-Sieg gegen den FSV Hamburg/Harburg und einem 1:1-Remis im folgenden Spiel gegen Gastgeber SV Lurup II, konnten sich die Rostockerinnen bereits im dritten Spiel von fast allen Halbfinalträumen verabschieden. Gegen den SV Scharmburg (oder so ähnlich) lagen die Draheim-Spielerinnen lange Zeit 0:1 zurück. Erst der Ausgleichstreffer von Katja Buike in der Nachspielzeit erhielt die Chance auf die Vorschlussrunde. Und dank eines 2:0-Sieges im letzten Vorrundenspiel gegen den SC Norderstedt gelangten die PSV-Frauen auch dahin. Für den Gastgeber, der mit seinen beiden Teams als Mitfavorit ins Turnier gegangen war, gab es eine böse Überraschung. Sie trafen sich "nur" im Spiel um Rang fünf wieder, dass es in sich hatte. Mit Carolin Schimmel (ehemals FFV Neubrandenburg) und Manja Spaller (ehemals Greifswald) mussten zwei Kickerinnen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Veranstaltung verlängerte sich dadurch unfreiwillig um mehr als eine halbe Stunde. Fußball wurde aber auch noch gespielt.

Im Halbfinale wartete auf den PSV mit dem Greifswalder SV 04 (früher SSV Grün-Schwarz Greifswald) ein alter Bekannter. Nach starken 20 Minuten und dem goldenen Treffer von Franziska Seidel war der Finaleinzug perfekt. Das Endspiel war dann von Taktik geprägt und blieb ohne Tor in der regulären Spielzeit. Für die unglückliche Achtmeterschützin Susanne Möller gab es in Hamburg trotzdem noch ein Happy End, wurde sie zusammen mit Teamkollegin Susanne Koop in die sechsköpfige Turnierauswahl gewählt.

 

Der PSV spielte mit: Julia Schwarck, Susanne Koop, Mandy Dickow, Katja Buike (1), Stefanie Freitag (2), Linda Irrgang, Franziska Seidel (1), Susanne Möller (2), Katharina Brühan, Sabrina Utes (1), Mariana Rakow (1)